Woks für Induktion 12/2018

Platz 1: Tefal Jamie Oliver Wokpfanne

Simons Meinung:

Wie auch in unserer Bestenliste können wir die Tefal Jamie Oliver Wokpfanne* für Induktion am meisten empfehlen. Sie heizt schnell auf, hat eine langlebige Antihaftbeschichtung und einen Boden, der groß genug ist, um eine große Menge an Bratgut auf einmal wokken zu können.

Platz 2: Ken Hom Wok Performance

Der Ken Hom Performance Wok* macht ebenfalls eine gute Figur auf Induktion und kommt wohl am nähesten an echtes Wokken heran. Mit 1,8 mm dickem Kohlenstoffstahl ist er so dünn, dass er sehr schnell Wärme aufnimmt, aber auch wieder verliert. Dadurch kann man mit ihm sehr genau auf den Punkt garen.

Passen Sie beim Kauf auf, dass Sie die Variante „KH220003“ wählen, das ist die dickere Variante mit Gegengriff.

Platz 3: De Buyer Mineral B Element

Die De Buyer Mineral B Element Wokpfanne* eignet sich weniger für Elektroherde, ist aber bei Induktionsherden eine gute Wahl. Sie ist robust (was allerdings das Pfannenschwenken erschwert) und erhält durch Einbrennen eine passable Antihaftwirkung.


Während Woks schon seit langem existieren, ist der Induktionsherd eine Erfindung der jüngeren Geschichte. Trotzdem sind die beiden nicht unbedingt widersprüchlich, klassische Woks aus Kohlenstoffstahl oder Gusseisen sind nämlich induktionsgeeignet.

Was ist Induktion?

Das Konzept der Induktion wurde 1831 von keinem Geringeren als Michael Faraday, einem englischen Experimentalphysiker entwickelt. Sie funktioniert relativ einfach. Unter der Herdplatte befindet sich eine Spule,  die von Strom durchflossen wird. Dieser Wechselstrom erzeugt ein Magnetfeld, das auch den Topfboden durchsetzt. So entsteht eine Spannung im Topfboden, wodurch sich dieser erwärmt und das Gargut aufheizt. Durch den sich erwärmenden Topfboden wird die Keramikoberfläche der Herdplatte also auch erwärmt.

Welche Woks eignen sich für Induktion?

Für gängige Induktionsplatten eignen sich erstmal nur Woks mit flachem Boden. Das Magnetfeld funktioniert zwar auch, wenn der Wok etwas Abstand zum Feld hat, aber die Leistung lässt merklich nach.

Ausnahme: es gibt Wokmulden, die mit Induktion funktionieren. Darin lässt sich perfekt ein runder Wok verwenden. Selbstverständlich können auch Sie als Endverbraucher solche Platten kaufen:

Für den Heimgebrauch: Bartscher Induktionswokmulde*

Wer es professioneller haben möchte: Bartscher Wokmulde für den professionellen Gastroeinsatz*

Die meisten erhältlichen Woks eignen sich für die Verwendung mit Induktion. Von Natur aus sind Gusseisen- sowie Kohlenstoffstahlwoks mit Induktion kompatibel. Beide Arten sind magnetisch und können dadurch mithilfe von Induktion erhitzt werden.

18/10-Edelstahl (der meistens für Kochgeschirr verwendet wird) und Aluminium sind dagegen nicht magnetisch und damit nicht induktionsgeeignet. Um Woks aus 18/10-Edelstahl oder Aluminium trotzdem verwenden zu können, wird als unterste Schicht 18/0-Edelstahl verwendet. Dieser enthält kein Nickel und ist magnetisch.

Ob ihr Wok induktionsgeeignet ist, lässt sich einfach überprüfen: halten Sie einen Magneten an den Boden. Wenn er angezogen wird, ist der Wok induktionsgeeignet.

Vor- und Nachteile von Induktion für das Wokken

Das Wokken auf Induktion hat Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil ist wohl das schnelle Aufheizen des Woks. So wird sichergestellt, dass der Wok nicht zu stark in der Temperatur sinkt, wenn Bratgut hineingegeben wird. Das ist wichtig, um Röstaromen in das Gericht zu bekommen. Sinkt die Temperatur zu stark, kocht das Bratgut eher als dass es brät.

Beim Schwenken des Woks in der Luft passiert es allerdings schnell, dass sich das Induktionsfeld ausschaltet. Bringt man den Wok dann wieder nah genug an die Platte, schaltet sich die Platte normalerweise allerdings wieder ein. Zwischendurch wird die Wärmezufuhr aber unterbrochen.

Dünne Woks mit flachem Boden aus Kohlenstoffstahl funktionieren auf Induktion besser als auf Elektroherden – diese Erfahrung haben wir selbst gemacht. Der flache Boden verformt sich temporär durch die Hitze und wird rundlicher. Da bei Induktion die Erwärmung gleichmäßiger stattfindet ist der Effekt wesentlich schwächer. Daher empfehlen wir Kohlenstoffstahlwoks besonders für Induktion.

Generell lässt sich sagen, dass Induktion eine gute Alternative zum Wokbrenner ist. Die Wärme kann deutlich besser gehalten werden und die Temperaturen, die zum Wokken benötigt werden, werden schneller erreicht.

Sie haben Fragen zur Verwendung von Woks auf Induktion? Dann schreiben Sie uns einfach einen Kommentar: